August 2007  

 

 

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Endlich Sommer!
Route Figeholm - Stora Vipholmen - Västervik - Trässö - Fyrudden - Arkösund - Oxelösund - Stendörren - Trosa - Södertälje - Stockholm - Hemfladen/Gällnö - Malmakvarn - Kolnäsviken/Ornö - Utö - Dalarö - Sandhamn - Finnhamn - Granö - Vaxholm - Stockholm

Allgemein

Einfahrt Utö
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Ankerbucht Granö

Der August war ein abwechslungsreicher Monat.
Die Navigation in den Schären ist anspruchsvoll und fordert Aufmerksamkeit und Konzentration. Jederzeit muss die Position bekannt sein, denn die Inseln und Inselchen sehen sich zum Verwechseln ähnlich. In den engen Schärenfahrwassern wird deshalb jedes Seezeichen auf der Karte abgehakt.
Die Hauptfahrwasser sind gut betonnt und befeuert. In den Nebenfahrwasser ist die Betonnung jedoch spärlicher und die Seezeichen sind nicht befeuert.
Wenn wir die Möglichkeit hatten, wählten wir oft die schwierigeren Varianten, das heisst enge, gewundene Nebenfahrwasser und schmale Ansteuerungen in gut geschützte Ankerbuchten.
Wir besuchten einige der schönsten und beliebtesten Plätze in den Schären vor Stockholm. Wobei wir meistens frei ankerten und nur einmal mit dem Bug an die Felsen gingen, so wie es die Schweden gerne machen.
Gerne hätten wir noch mehr geankert. Mit Vrenis lädierten Fuss zogen wir jedoch Häfen mit der Möglichkeit, längsseits anzulegen vor, so dass auch sie einigermassen gut aussteigen konnte.

Wind und Wetter

Mit den Gästen aus der Schweiz kam der Sommer nach Schweden. Wir hatten viel Sonnenschein, wenig Regen und meistens guten Wind. Zwar war es ab und zu schwachwindig, so dass wir nur gemächlich voran kamen. Aber die Landschaft war so schön und die Navigation so abwechslungreich, dass uns das nicht störte.
Zwei mal war Starkwind angesagt, so dass wir es vorzogen, im geschützten Hafen zu bleiben und die Tage an Land zu geniessen.
Auf dem Weg in eine Ankerbucht auf Ranö wurden wir an einem Nachmittag vom dichtem Nebel überrascht. Wir änderten unsere Route und liefen den Hafen von Utö an. Auch am folgenden Tag sorgten Nebelschwaden für eine spannende Navigation mit Radarunterstützung von Utö nach Dalarö.
Unsere Gäste

Im August hatten wir Besuch von Änni Fischer sowie Urs und Jacqueline Scherer. Da Vreni, ausser dem Fahren der Hafenmanöver, an Bord nicht viel machen konnten, waren wir auf die tatkräftige Unterstützung unserer Gäste angewiesen.
Nochmals ganz herzlichen Dank, dass Ihr uns soviel geholfen habt.Ohne Eure Mitarbeit hätte wir einen längeren Törnunterbruch machen müssen.

Ein Instrument weniger

 

Beim Auslaufen, nach einer Woche im Wasahamn von Stockholm, zeigte das Log keine Geschwindigkeit an. Wir vermuteten, dass sich das Rädchen des Loggebers wegen Algen- oder Muschelbewuchs nicht mehr drehte. Kein Problem, sagte sich Hansruedi, wie schon so oft wird das gleich nach dem Verstauen der Fender repariert. Er baute den Loggeber aus, reinigte das Rädchen und bewegte es. Keine Anzeige - und Hansruedi ratlos. Entweder gab der Geber keinen Impuls mehr, oder der Impuls kam bei der Anzeige nicht an. Da bisher eine Reparatur nicht möglich war, sind wir gezwungen, die Geschwindigkeit am GPS abzulesen und die zurückgelegen Distanzen aus der Seekarte zu messen.

1. August an Bord

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1. August        

Da uns Änni eine Flaggenleine, verschiedene Kerzlis, Teller und Servietten aus der Schweiz mitbrachte, konnten wir zum ersten Mal, seit wir unterwegs sind, den 1. August auf Early Bird so richtig schweizerisch feiern.
In der wunderschönen Bucht Stora Vipholmen, wir lagen dort vor Anker, schmückte Änni das Cockpit feierlich. Anschliessend wurden die Kerzli angezündet und es gab ein feines Essen, serviert auf den roten Tellern mit Schweizer Kreuzen.
Ob die vielen staunenden Schweden, die bei uns vorbeifuhren, wohl wussten, warum so viele Schweizerfähnli aufgemacht waren?

 

 

Krücken an Bord

Nicht mobil zu sein an Bord ist ziemlich mühsam. Speziell wenn das Schiff krängt und durch die Wellen stampf, wird es äusserst anstrengend.
Gut, dass wir während den ersten Wochen nach Vrenis Unfall hauptsächlich durch die ruhigen Schärenfahrwasser segelten.

Machte Hansruedi mit unseren Gästen Landausflüge, blieb Vreni auf dem Schiff, hielt das Bein in die Höhe und genoss die Sonne.
Erst nach gut zwei Wochen waren wieder kleinere Landgänge möglich - mit Krücken und Velo konnte die nähere Hafenumgebung wieder erforscht werden.
Etwas erstaunt waren wir über die schwedische Medizin. Auf Empfehlung von Medgate in der Schweiz wollten wir für Vrenis Fuss einen Stützverband kaufen. Nachfragen in mehreren Apotheken und Spitäler zeigten jedoch, dass dieses Produkt in Schweden leider unbekannt ist. Deshalb liessen wir uns den entsprechenden Verband express aus der Schweiz schicken.

Leuchttürme und Seezeichen

Die Schärenfahrwasser sind mit einer Vielzahl von Seezeichen und Leuchtfeuern bezeichnet. Viele sehen ähnlich aus und zum Teil eher diskret, so dass sie nicht immer von weitem zu sehen sind. Andere wiederum sind wirklich auffällig, originell und nicht zu übersehen. So zum Beispiel ein schwarz-weiss-schwarzer Kasten bei Stendörren, eine weiss-grün-weiss bemalte Sauna am Rande eines engen Fahrwassers, oder ein riesen Ding wie eine Trafostation im Mälarensee.

LF Kaisaren S Arkösund LF Västervik 2 LF Västervik 5 LF Västervik Trässö 4 SZ Stendörren
     
SZ Stendörren Trosa 4 SZ Södertälje Stockholm 2