Juni 2007  

 

 

Home
 
Crew
Schiff
Törnplan
Törnbericht
Fotogalerie
Mitsegeln
Kontakt

 

Winterlager

Verspätungen

IMG_0278
Early Bird
IMG_0318
Umzug mit Velo        

Gegen Ende Mai wurde schnell mal klar, dass wir etwas mehr Zeit brauchen würden, bis alle geplanten Arbeiten ausgeführt und alle bestellten Teile geliefert waren.
Das Einwassern fand am 7. Juni statt. Am 11. Juni wurde der Mast gesetzt sowie die Abstützung und die Querverbindung zur Stabilisierung der Gerätemasten montiert. Das auf Ende Mai versprochene neue Vorsegel erhielten wir erst am 12. Juni.
Der Umzug vom Bungalow auf das Schiff fand anfangs Juni statt. Unseren ganzen Haushalt transportierten wir in unzähligen Fahrten auf überladenen Velos die anderthalb km weit zum Schiff. Unglaublich, was wir alles besitzen!
Eine Woche blieben wir dann noch auf einem Liegeplatz der Werft.
Am Freitag, 15. Juni verholten wir in den Hafen von Medemblik. Dort blieben wir drei Tage, weil Vreni eine Erkältung auskurieren musste, bevor wir am 18. Juni zum ersten Probeschlag ausliefen.

Erfolge und Versäumtes

EB Deckschutz
Deckschutz        
EB Schraube
Faltpropeller        

 

 

 

Natürlich waren wir gespannt, ob wir die verschiedenen Unterhaltsarbeiten und Reparaturen richtig und erfolgreich gemacht hatten.
Nun, wir sind in erster Linie stolz darauf, dass die Salonfenster wieder dicht sind und der Regen nicht mehr in Vreni's Ohr und aufs Kopfkissen tröpfelt. Schwere Regenschauer gab es im Juni genug, um dies festzustellen.
Die Malerarbeiten lassen das Schiff in neuem Glanz erstrahlen.
Weitere Erfolgserlebnisse: Alle Geräte, wie Windgenerator, Radar, Navtex, Kurzwellenempfänger, Hecklicht und Decksbeleuchtung - welche Hansruedi demontierte und wieder montierte - funktionieren wieder!
Bewährt haben sich die Revision des Faltpropellers sowie der Ersatz der Wellendichtung.
Der neue UKW Seefunk mit DSC-Controller funktioniert einwandfrei nachdem wir einen zusätzlichen GPS eingebaut hatten. Der schon in die Jahre gekommene Navigationscomputer übermittelte wohl die Position, aber nicht die Zeit. Und somit reklamierte das neue Gerät in regelmässigen Abständen mit lauten Piepstönen, was nicht sehr unterhaltsam war. Zudem würde im Notfall wertvolle Zeit verstreichen, bis die Daten manuell eingegeben wären. Der zusätzliche GPS ist direkt mit dem Funkgerät verbunden und liefert alle nötigen Informationen.

Leider hatten wir es versäumt, das Einleinenreffsystem des Grosssegels zu optimieren. Das erste Reff funktioniert, aber beim zweiten Reff klemmt irgend etwas. Da sich Leinen und Rollen im Grossbaum hin und her bewegen, können wir nicht feststellen, wo das Problem liegt. Somit können wir es vorläufig nicht lösen. Brauchen wir unterwegs ein zweites Reff, kann dies nur noch am Mast und nicht mehr vom Cockpit aus bedient werden.
Ferner beschäftigt uns noch die Tatsache, das die Toilettentanklüftung nicht richtig funktioniert und dass der Überlauf aus der Duschwanne in die Schiffsbilge lenzt und nicht in den Grauwassertank.

   
Endlich wieder unterwegs!
Route Medemblik - Makkum - Vlieland - Borkum - Norderney - Cuxhaven - Brunsbüttel - Rendsburg - Kiel - Sönderborg
Allgemein Wir begannen unsere diesjährige Reise mit fast drei Wochen Verspätung. Das bedeutete, dass die Aufenthalte an den Etappenorten wieder recht kurz waren. In Cuxhaven blieben wir drei Nächte, in Rendsburg und Sönderborg wegen Sturmwinden jeweils zwei Nächte. Wobei dort das Wetter weder zu Spaziergängen noch zu Velotouren einlud. Auf Borkum, wo wir morgens um drei Uhr ankamen, reichte es nach dem Ausschlafen zur Fahrt mit dem Fahrrad durch das schöne Naturschutzgebiet in die 10 km entfernte Stadt und dem Strand entlang, wo wir die farbenfrohen Strandkörbe bestaunten.
Wind und Wetter An den ersten beiden Tagen herrschte Schwachwind. Von Medemblik über Makkum bis Vlieland fuhren wir mehrheitlich unter Motor. Von Vlieland nach Borkum profitierten wir anfangs von frischem Südwestwind, sodass wir auf der 75 Meilen langen Etappe zunächst gute Fahrt machten. Leider schlief der Wind am Abend ein, und wir mussten weitere fünf Stunden lang den Motor zu Hilfe nehmen.
Auf den folgenden Etappen nach Norderney und Cuxhaven konnten wir bei schwachen bis mässigen Wind unsere Segelbilanz wieder verbessern. Dabei bewährte sich die neue 60 m2 Rollgenua.
Die Strömung in der Elbemündung hatten wir richtig berechnet, sie trug uns mit bis drei Knoten in Richtung Ziel.
Ab Cuxhaven verschlechterte sich das Wetter. Die Vorhersage versprach Starkwind und Sturm mit Orkanböen. Auf der kurzen Fahrt von Cuxhaven zur Schleuse von Brunsbüttel erlebten wir einen Wolkenbruch, wie wir ihn in diesen Breitengraden um diese Jahreszeit noch nie erlebt hatten. Die Sicht reduzierte sich auf ca. 50 Meter. Und dies am Rande eines viel befahrenen Fahrwasser. Zum Glück war der Spuk nach 10 Minuten vorbei.
Wind und Wetter blieben für diese Jahreszeit ungewöhnlich stark und nass.

Premièren

 

 

 

Angelilka u Vreni

 

Im Juni erlebten wir - seit wir mit Early Bird unterwegs sind - verschiedene Premièren:
Bei der Ausfahrt von Vlieland sahen wir den Kopf eines Seehundes.
Während der Überfahrt von Vlieland nach Borkum wurden wir durch die Niederländische Küstenwache über Funk kontrolliert.
In Norderney wurde extra für uns die Schweizerflagge hochgezogen.
Zum ersten Mal haben wir unter Motor mit gesetztem Segel den schwarzen Kegel aufgezogen, was eigentlich Vorschrift ist, aber meistens nicht beachtet wird.
Kaum war in Cuxhaven unser Gast, Angelika Kempf an Bord, fuhren wir bereits aus dem Hafen. Wegen der überaus schlechten Wetterprognose und um rechtzeitig am Abend noch bei der Schleuse einzutreffen, mussten wir auf das Begrüssungszeremoniell verzichten.
Kommen Gäste zu uns an Bord geht es sonst immer recht bedächtig zu und her. Absitzen, etwas Trinken, von der Reise erzählen, langsam auspacken, Sicherheitseinweisung, ..

Nord-Ostsee-Kanal

NOK 3

Nord-Ostsee-Kanal

 

Der Nord-Ostsee-Kanal, von Brunsbüttel nach Kiel Holtenau wurde 1895 eröffnet, ist 98,5 km lange und eine, für die Berufsschifffahrt, wichtige Verbindung von der Nordsee in die Ostsee.
Sportboote dürfen den Kanal von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang befahren. Nachtfahrten sowie Segeln sind verboten. Erlaubt ist jedoch unter Motor zu Segeln, zusätzlich muss der schwarze Kegel aufgezogen werden.
Für uns war die Durchfahrt wunderschön, grüne Auenlandschaften, Schilfufer, bewaldete Abschnitte, viele Wasservögel, schöne Häuser, eine Hängefähre, ...
Da wir guten Wind hatten, konnten wir mit minimaler Motorenleistung und unter Segel durch den Kanal fahren. Imposant waren die Begegnungen mit den grossen Schiffen, die in einem Abstand von einigen Metern an uns vorbeizogen.
In Rendsburg blieben wir über Nacht. Böen mit Windstärke 7 - 8 und starke Regenschauer weckten uns am nächsten Tag, und das im Landesinnern! Da in der Kielerbucht die Winde noch stärker bliesen, blieben wir einen Tag hier liegen, lasen, spielten und konnten am Nachmittag sogar ohne viel Regen Rendsburg besichtigen.

Schon wieder Abwettern!

Kleider

 

Ursprünglich hatten wir geplant, gemeinsam mit Angelika durch die Dänische Südsee zu segeln, Velo zu mieten und die Landschaft zu durchstreifen.
Den ersten richtigen Segeltag konnten wir geniessen. Vor dem Wind, mit Windstärke 3 - 4, traumhaft. Sogar die kleinen Regenschauer konnten unsere gute Stimmung nicht beeinträchtigen. Festmachen bei Regen, gut dass wir alle wasserdichtes Oelzeug haben!
Der nächste Tag begann mit strahlend blauem Himmel. Schon nach dem Frühstück sah die Welt jedoch wieder grau aus und, als wir vom Einkaufen zurückkamen fegten schon wieder Böen von 6 - 7 Bft durch den Hafen und ein Regenschauer löste den nächsten ab - uns blieb nichts anderes übrig, als wieder einen geruhsamen Hafentag einzulegen.