Winterlager 2007/2008  

 

 

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Trotz kaltem und nassem Wetter viel gearbeitet!

Winterlager

leerer Hafen
leere Marina
Winter
Wintersturm

Dass der Winter im Norden kalt ist, war uns ja eigentlich bewusst. Dass es aber in einer geschützten Halle so eisig werden kann, hatten wir doch nicht erwartet.
Nichts desto trotz arbeiteten wir während 8 Wochen am Schiff. Es wurde geschliffen, gemalt und viele kleinere und grössere Probleme gelöst.
Eingepackt in mehrere Schichten Kleider haben wir den Winter sogar ohne Erkältungen überstanden. Einzig die kalten Hände machten manchmal ein Weiterarbeiten fast unmöglich.
Gewohnt haben wir wie schon im letzten Winter in einer schönen und komfortablen Ferienwohnung.

Neuanschaffungen

Cockpit
Cockpit        

Auch diesen Winter investierten wir wieder recht viel.
Die alte Kuchenbude wurde durch eine neue blaue Cockpitabdeckung mit grossen Fenstern ersetzt.

Das Grosssegel wurde erneuert und zum Segel bergen gibt es nun einen blauen Segelbergesack.

Malen

 

 

 

Seepocken

 

 

 

Letzten Winter wurde die Salonfester neu abgedichtet und das Deck neu gestrichen. Diesen Winter haben wir nun das Cockpit verschönert.
Als erstes mussten die Cockpitfenster ausgebaut werden. Anschliessend wurde überall die Farbe abgekratzt, abgeschliffen und die vielen alten Fugen entfernt. Dann wurde wieder neu gefugt und das gesamte Cockpit erhielt mehrere Farbanstriche, bevor die Fenster wieder eingebaut werden konnten.

Das Unterwasserschiff musste auch dieses Jahr zuerst von Seepocken befreit werden, dann wurde die gesamte Fläche von Hand nass abgeschliffen, bevor wieder gestrichen werden konnte.
An der Fussreeling und um die Fenster hatte es Korrosion. Vreni hat diese teilweise abgeschliffen und wieder neu bemalt.
Warum nur teilweise? Unser Schiff war im Winterlager so parkiert, dass zu den Nachbarschiffen nur einen Abstand von einigen Zentimetern war. Es konnte deshalb leider nur jene Flächen bearbeitet werden, wo kein Nachbarschiff die Arbeit behinderte.
Vrenis Freude am Streichen war so gross, dass sie nicht zu bremsen war, nebst dem Cockpit und dem Unterwasserschiff wurde sogar das gesamte Deck wieder überstrichen. Das Schiff glänzt wieder in strahlendem Weiss.
Im Schiffsinnern hat Hansruedi die Farbe in den Bilgen (Schiffsbauch) abgekratzt und wollte diese neu streichen. Da die Temperaturen jedoch zu niedrig waren, mussten diese Arbeiten auf wärmere Tage verschoben werden.

Instrumente

 

Das Log (Geschwindigkeitsanzeige) und die Windanzeige gingen letzten Sommer kaputt und auch der Autopilot machte Probleme.
Wenn wir unter Motor unterwegs sind, übergeben wir das Ruder dem Autopiloten. Er sollte dann den eingestellten Kurs fahren. Teilweise ging das gut, manchmal aber änderte der Autopilot selbstständig den Kurs und wollte wieder zurückfahren.
Hansruedi hat in Winterlager alle Instrumente ausgebaut und, nachdem die Herstellerfirma sie überprüft und revidiert hatte, wieder eingebaut.

Beleuchtung Verschiedene Lampen und Stecker wurden geflickt und der defekte Dimmer im Vorschiff durch einen simplen Kippschalter ersetzt.
Gasanschluss Der Gasanschluss (für den Kochherd) wurde repariert und für die Abnahme vorbereitet. Ein Spezialist der Werft hat nun die Anlage kontrolliert und für gut befunden.

Reinigungen

HR im Dieseltank
Hansruedi am Dieseltank putzen        
Dieseltank
gereinigter Dieseltank        

 

Der Dieseltank wurde leer gepumpt und anschliessend gereinigt. Um überhaupt an das Mannloch (grosser verschraubter Deckel) heranzukommen, mussten Bodenbretter und Trennwände im Stauraum unter dem Salontisch entfernt werden. Anschliessend kroch Hansruedi unter grossen Verrenkungen kopfüber in den Tank, um auch die entferntesten Ecken zu reinigen. In den folgenden Tagen hing der aufdringliche Duft von Hansruedi's neuem Markenparfum 'Diesel' trotz häufigem Waschen unverkennbar in der Luft.
Die Dieselfilter hatten auch eine Reinigung nötig. Dazu mussten sie demontiert und auseinander genommen werden. Gross war die Spannung, ob der Motor nach dem Trocken legen der Leitungen wieder laufen würde. Er startete problemlos, aber nach 10 Minuten begann er zu stottern und setzte schliesslich ganz aus. Hansruedi hatte vergessen, ein verstecktes, und von uns bisher nie benütztes Ventil wieder zu öffnen!
Auch die WC-Tank Entlüftung wurde gesäubert, damit sich der Duft in die Umgebung verflüchtigt und nicht im Schiffsinnern ausbreitet.

Periodische Wartung

Die Rettungsinsel, die beiden Feuerlöscher sowie die Schwimmwesten wurden durch eine Spezialfirma auf ihre Funktion getestet.
Diese Wartungsarbeiten sind vom Seeschifffahrtsamt vorgeschrieben und müssen alle 3 Jahre durchgeführt werden.

Probleme

Der Steuerkompass wurde dem Hersteller zur Revision und Reparatur geschickt. Nach gut 5 Wochen erhielten wir ihn endlich zurück - repariert und sauber gereinigt. Leider hing er nun schief in der Aufhängung. Postwendend ging er zurück in die Herstellerfirma.
Hansruedi's blaues Auge geschah beim Reinigen des Kühlschranks. Nach einem Taucher in den Kühlschrank richtete er sich auf, um das nasse Reinigungstuch auszuwringen. Er stiess mit dem Hinterkopf an die Decke und korrigierte blitzartig nach vorn. Dabei schlug er mit der Augenbraue an die Kühlschrankkante. Tagelang verzierte ein Veilchen Hansruedi's rechtes Auge.
Nach dem ersten Auffüllen der Wassertanks füllte sich die Bilge langsam mit Wasser. Nach langer Suche fand Hansruedi die undichte Stelle bei der Verbindung eines Schlauches mit einem Ventil. Teile zu ersetzen war auf Grund der speziellen Bauweise nicht möglich. Abdichten mit Teflonband zeigte kein brauchbares Resultat. Erst eine Dichtung aus selbstamalgierendem Gummitape löste das Problem. Nun bleibt die Bilge so trocken wie noch nie zuvor.

Veloausflüge Für Veloausflüge blieb eigentlich recht wenig Zeit. Dazu kam, dass Wind und Wetter selten dazu einluden.