August 2008  

 

 

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Die ersten Regentage!

Route

Stockholm - Ladna (Hemviken) - Idholmen (Paradisviken) - Marnakvarn - Stockholm - Saltsjöbaden - Dalarö (Vadviken) - Utö - Fifang - Äspskär - Nyköping - Nävekvarn - Risö - Fyrudden - Trässö/Häfsö - Västervik - Grankullavik - Oskarshamn - Kalmar

Allgemein

Ladna Hemviken 2
Ladna Hemviken
Saltjöbaden Strandhotel
Grandhotel Saltjöbaden
Fifang 2
Fifang        
Nävekvarna Spiegelung 1
Nävekvarna Spiegelung
Nyköping 2
Rökeriet Nyköping 
Oskarshamn 2
Stadtpark Oskarshamn        
Kalmar 3
Schloss Kalmar

 

Der Monat August brachte uns viel Abwechslungen in verschiedener Hinsicht. Wir hatten fast durchgehend Besuch von Hansruedi's Familie, von Freunden und Kollegen.
Die nautischen Herausforderungen waren nicht überwältigend, aber dennoch interessant. Das Wetter war veränderlich wie noch nie diesen Sommer.
Wir versuchen, die besuchten Orte durch irgendein besonderes Erlebnis oder durch ein interessantes Ereignis in wacher Erinnerung zu behalten, so zum Beispiel:
Ladna: schöne, rundum geschützte Ankerbucht; Ärger, weil der Heckanker nicht fasste, frei ankern statt am Fels liegen
Paradisviken: ein Tag vor Anker bei 25 - 30 Knoten Wind in der geschützten Bucht im strömenden Regen
Marnakvarn: Sommerrestaurant, das am 11. August Saisonende hatte, Schwimmen in nahegelegenen See
Saltsjöbaden: beim ersten Versuch besetzte Marina wegen Regatta mit unzähligen wunderschönen Schärenkreuzern; beim zweiten Besuch eher langweiliger, traditioneller Badeort mit mondänem Grandhotel.
Dalarö: sportliches Aufkreuzen in die Vadviken mit unserem schwerfälligen Schiff
Utö: junge Nachbarlieger feiern mit Bier und Ghettoblaster bis in die späte Nacht
Fifang: endlich klappt ein Liegen am Fels in der Südbucht; langer Spaziergang durch Wald, Wiese und Sumpf
Äspskär: Ankermanöver bei starkem Regen; nur ein einziges anderes Boot in der schönen Bucht
Nyköping: lange Suche nach einem guten, preiswerten Restaurant; feines Nachtessen in der Rökeriet
Nävekvarn: das Städtchen, das die Geschichte seiner Industrie und lokalen Energiegewinnung interessant präsentiert
Risö: grosse, schöne Ankerbucht fast für uns allein
Fyrudden: Ausflug mit dem Bus ins 20 km entfernte Valdemarsvik; eine Stunde Aufenthalt hätte genügt; zwei Stunden warten auf den Bus.
Trässö/Häfsö: Ankerwinsch will funktioniert nicht mehr, schliesslich können wir trotzdem noch ankern; Inselrundgang als 'Inselhüpfer' über ein paar Steine von einer Schäre zur andern
Västervik: das WLAN an der Waterfront funktioniert immer noch nicht
Grankullavik: Gästehamn geschlossen, Bojen eingezogen, trotzdem am Steg längsgegangen, Hafengelände eingezäunt und abgeschlossen
Oskarshamn: beste Liegeplätze nahe am Stadtzentrum, schöner Stadtpark
Kalmar: immer ein Besuch wert

Wind und Wetter

Kalmarsund 2
Kalmarsund

 

Das Wetter im August war launisch und veränderlich. Dazu regnete es oft und stark. In Regenschauern war die Sicht mässig bis schlecht.
Eigentlich entsprach das Wetter den langjährigen Erfahrungen. Die beständigen Wetterlagen mit wenig Regen der ersten Sommerhälfte wurde abgelöst durch viele Tiefs, die von Westen her über Skandinavien nach Osten oder Nordosten ziehen. Allmählich drehte der vorherrschende Wind auf Südwest. Dank gelegentlichen Winden aus nördlichen Richtungen kamen wir auf unserem Weg nach Süden trotzdem gut voran.

Nachhilfe in KVR (Kollisionsverhütungs-regeln)

KVR
Motorsegler

 

Wir kreuzten südlich von Dalarö hart am Wind, als wir eine Serie von Tönen hörten, die wir zuerst nicht zuordnen konnten. Es tönte wie einen Motorenalarm, kam aber nicht von unserem Schiff.
Ausser einer Ketsch unter Motor in gleicher Richtung war weiter entfernt noch eine andere Yacht am Aufkreuzen Richtung Süden.
Der 'Motorsegler' kam näher und es gab keinen Zweifel - er hornte laut und ununterbrochen, beharrte so auf seinem vermeintlichen Vorfahrtsrecht. Das kann doch nicht wahr sein, dachten wir. Unter gleichen Fahrzeugen hat das segelnde Vorfahrt, also soll er doch Fahrt wegnehmen oder ausweichen. Doch davon wollte er nicht wissen.
Wir kamen uns bedrohlich nahe. Um einen Zusammenstoss und daraus resultierende Schreibereien zu vermeiden, musste Hansruedi unser Boot in den Wind stellen und die Ketsch vorbeiziehen lassen. Bei so wenig Abstand konnten wir einige nette Worte austauschen. Aus seiner Antwort hörten wir nur ein wichtiges Wort - Fahrwasser.
Wenig später sahen wir die gleiche Szene mit dem anderen Segler. Der Skipper der Ketch an der Reling wild gestikulierend. Eine Kollision konnte auch diesmal verhindert werden ...
Das breite 'Fahrwasser' an jener Stelle bestand aus einer schwarzen Linie auf der Karte. In der Landschaft standen vereinzelte Leichttürme auf kleinen Felsen und Inselchen sowie Tonnen in meilenweiten Abständen.
Neu für uns war, dass unter diesen Bedingungen ein motorendes Segelschiff Vorfahrt beansprucht. Aber es gibt nichts, was es nicht gibt.

Immer die gleiche Frage Yachten unter Schweizer Flagge sind Exoten in dieser Gegend. Dieses Jahr sahen wir nur etwa ein halbes Dutzend davon.
Viele Leute denken beim Anblick der Schweizer Flagge an die Lage der Schweiz im Herzen Europas. Immer wieder werden wir deshalb gefragt, wie wir denn aus der Schweiz per Schiff überhaupt hierherkämen. Dann erklären wir eben, dass das Schiff noch nie in der Schweiz war, es aber möglich wäre via Rhein in die Schweiz zu gelangen.

Schwedische Segelsaison vorbei

Nyköping Marina
Marina Nyköping

 

Ab Mitte August nimmt die Anzahl der Segel- und Motoryachten in schwedischen Gewässern rapide ab. Es sind vor allem noch ausländische Schiffe, die auf dem Weg nach Süden vereinzelt in den Ankerbuchten liegen oder in den Marinas wenige Plätze belegen.
Das hat den Vorteil, dass man nicht Angst haben muss, bei später Ankunft keinen Platz mehr zu finden. Es hat aber den Nachteil, dass Marinas schliessen oder das Serviceangebot einschränken.
Ob für uns Vor- oder Nachteile überwiegen, können wir erst in einem Monat sagen, wenn sich der Trend noch verstärkt.