Oktober 2008  

 

 

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Schöner Saisonausklang!

Route

Faaborg - Svendborg - Marstal - Burgstaaken

Allgemein

Faaborg EB
Faaborg

 

Steensgaard 1
Steensgaard

 

Svendborg 1
Svendborg

Nach den schönen Segeltagen im September entschlossen wir uns Anfangs Oktober, bald Burgstaaken und somit das Winterlager anzusteuern. Die Tage wurden kürzer, die Temperaturen deutlich kühler und die Regenschauer waren häufiger als in den Monaten zuvor. Wenn wir keine Lust zum Segeln hatten, nutzten wir die Zeit für kürzere und längere Velotouren in der Region von Südfünen und auf den Inseln Tasinge und Aerö.
Von Faaborg aus besuchten wir die 'Svanninge Bakker', die Hügel von Svanninge, die eine naturhistorische Sehenswürdigkeit darstellen. Die Hügel wurden während der letzten Eiszeit von den Gletschern der Gegend gebildet. Heute findet man an mehreren Stellen Heidevegetation mit zahlreichen seltenen Pflanzen und Insekten.
Das Gebiet, dessen höchster Punkt 128 m über dem Meer liegt, wird auch 'die südfünischen Alpen' genannt.
Auf Fünen liess es sich schon im Mittelalter gut leben. Davon zeugen einige Schlösser und Herrenhäuser, die heute als Museen oder luxuriöse Hotels der Öffentlichkeit zugänglich sind.
Von Svendborg aus machten wir eine Rundtour auf der Insel Tasinge. Zuerst dem Ostufer entlang, am Waldemars Schloss vorbei durch Dörfer, Feld und Wald bis zur Brücke nach Langeland und auf dem Radweg entlang der Hauptstrasse quer über die Insel zurück nach Svendborg. Zweimal mussten wir Schutz vor den Regenschauern suchen, einmal beim Schloss und ein zweites Mal bei einem Campingplatz, da wir unseren Regenschutz auf dem Schiff gelassen hatten. So rasche Wetterveränderungen hatten wir nicht erwartet.

Wind und Wetter

Ny Lillebeltsbro
Ny Lillebeltsbro

Typisch für die Jahreszeit zog ein Tief nach dem andern vom Nordatlantik über Skandinavien nach Osten oder Nordosten. West- und Südwestwinde lösten die lange Ost- und Nordostwindphase des Vormonats ab. Teilweise wehte frischer bis starker Wind, je nachdem, wie ausgeprägt die Tiefdrucklage war.

Nautisches

aSvendborg Hafen 7
bSvendborg Hafen 1
Marina Svendborg

 

Ausfahrt Svendborg 6
Strömung

 

Einmal mehr erlebten wir, wie recht die nautischen Reiseführer haben und wie gut man tut, sie aufmerksam zu studieren und die Erkenntnisse bei der Planung der Routen und Tagesetappen zu berücksichtigen.
Zum Beispiel Wasserstände und Strömungen im Gebiet 'Belte und Sund', also die Gegend um Seeland und Fünen. Der Einfluss der Gezeiten ist gering, aber Stark- und Sturmwinde führen zu unterschiedlichen Wasserständen und an verschiedenen Stellen zu starken Strömungen. Unter Einsatz des Motors kann man natürlich locker dagegen ankommen. Aber wer lieber segelt und die Kräfte der Natur ausnützt, versucht die Bedingungen zu seinem Vorteil zu nutzen.
Auf den letzten Etappen gelang uns dies bestens. Meistens verliessen wir uns auf unsere eigene Einschätzung der Situationen.
Erst ganz zum Schluss haben wir festgestellt, dass auf der Internetseite des Dänischen Meteorologischen Instituts DMI nicht nur Wind und Wellen vorhergesagt werden, sondern auch die zu erwartende Strömung. Eine gute Hilfe in diesem komplexen Thema

   
Saisonrückblick
Sejerö 4
Sejerö  
EB Halbwind 2
wunderschönes Segeln  
Djupviken EB1
Djupviken
HR im Nörreskov
Nörreskov
EB im Paradiset 2
Paradiset
Stralsund Blick vom Hafen 2
Stralsund
Storö 2
Storö  
Svendborg Hafen 6
Svendborg

Was hat uns dieses Jahr besonders gefallen und was weniger? In der Folge eine kurze Zusammenfassung des Sommers 2008.

+ Wind und Wetter

Wir hatten ausgesprochenes Glück mit dem Wetter: viel Sonnenschein, wenig Regen, selten Gewitter und kein Sturm. (Wenn Sturm angesagt war, blieben wir im sicheren Hafen.)

+ Verhältnis Segelmeilen zu Motormeilen

Von den ca. 2500 Seemeilen haben wir 75 % gesegelt, 25 % unter Motor zurück gelegt, damit können wir zufrieden sein.

+ Ankern

Wir haben eine ganze Reihe von schönen, sicheren, naturnahen Ankerplätze kennengelernt. Schade, dass der Heckanker nicht immer griff.

+ Wandern und Velofahren

Spaziergänge und Velofahren waren wieder ein wichtiger Teil auf unserer Reise - wir sind ca. 1000 km geradelt.

+ Early Bird

Unser Schiff hat uns nie im Stich gelassen. Keine Pannen, kein Bruch. Dass das Bugstrahlruder dieses Jahr nicht funktionierte, konnten wir verkraften.

- Törnplan

Anfangs Saison war der Wind wochenlang gegen uns. Den Besuch der Baltischen Staaten müssen wir auf nächstes Jahr verschieben.

- Pech und Pannen

Ein missratenes Felsliegemanöver hier, an einer Boje hängen geblieben dort, gelegentliche Patzer beim An- oder Ablegen, kleine Fehleinschätzungen - es bleibt noch etwas Spielraum uns zu verbessern.
Darum: nicht lachen, wenn anderen ein Missgeschick passiert, es könnte auch uns treffen. Wir üben weiter...