September 2008  

 

 

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Sonniger September !

Route

Bergkvara - Sandhamn - Karlskrona - Karlshamn - Hanö - Ahus - Simrishamn - Ystad - Malmö - Ven - Helsingborg - Gilleleje - Hundested - Odden - Sejerö - Ballen (Samsö) - Middelfart - Aaroesund - Faaborg

Allgemein

Sejerö Sonnenuntergang 2
Sejerö


Öresundbrücke 2
Öresundbrücke


Marvinsholm 6
Marvinsholm 5
Marvinsholm


Ven Velo 2
Velo

Der September war einer der schönsten Segelmonate in diesem Jahr - viel Sonnenschein und schöner Wind in der richtigen Stärke aus der richtigen Richtung! Nur ganz selten mussten wir ausgiebig gegen den Wind aufkreuzen.
So zum Beispiel auf der ersten Etappe von Bergkvara nach Karslkrona, wo wir das Tagesziel nicht erreichten und wegen des starken Gegenwindes in Sandhamn Zuflucht suchten. Nach Karlskrona erlebten wir noch einige schwachwindige Tage, bis es ab Simrishamn immer mit Rücken- und Seitenwind oder allenfalls am Wind in die gewünschte Richtung ging.
Die Gesamtbilanz der Segel- und Motormeilen veränderte sich zu Gunsten der Segelmeilen - seit Saisonbeginn haben wir knapp 75 % unter Segel zurück gelegt. Darauf können wir stolz sein!
Das milde Herbstwetter benutzten wir zu ausgiebigen Veloausflügen. Wir radelten durch Feld und Wald oder den Küsten entlang und nahmen die verschiedensten Eindrücke und Gerüche war, so zum Beispiel ein frisch gemähtes Kornfeld oder einen soeben gepflügten Acker.
Wir bestaunten beschauliche Dörfer mit gepflegten alten Riegelhäusern, mehr oder weniger gut erhaltene Schlösschen und Herrensitze mit schönen Parkanlagen und Teichen.
Kleinere Inseln durchfuhren wir kreuz und quer oder von einem Ende zum anderen.
Saisonbedingt waren wir fast alleine unterwegs.
Auf der Insel Ven waren alle Mietvelos in Reih und Glied parkiert und warteten auf Gäste. Beim Anblick dieser Menge Fahrräder fragten wir uns, wie das denn in der Saison auf den engen Velowegen zu und her gehen könnte. Einbahn, Lichtsignal oder einfach Chaos?

Wind und Wetter

Wolken 2
Wolken  

 

Ärösund Sonnenuntergang 2
Ärösund  

Ein stabiles Hoch über Skandinavien bescherte uns während gut zwei Wochen eine für die Jahreszeit eher untypische Situation mit konstantem Nordostwind.
Mit diesem Wind machten wir gute Fahrt nach Westen und durch den Öresund nach Norden.
Am westlichsten Punkt der Umrundung von Seeland und Fünen, bei Middelfart, drehte der Wind wie gewünscht auf West. Diese Windlage wirkte sich auch positiv aus auf die Strömungen. Wir hatten immer mitlaufenden Strom mit Ausnahme in der Ansteuerung des kleinen Belts bei Fredericia. Bei auffrischendem Nordostwind gegen den Strom baute sich dort eine kabbelige See mit rund zwei Meter hohen Wellen auf. Aber kaum hatten wir die Landzunge Skanseodde gerundet, war der Spuk vorbei.
Es regnete wenig im September. Erst Ende des Monats änderte sich die Wetterlage radikal. Ein Tief nach dem anderen brachte starken Südwestwind und heftige Regenschauer.

Automatisation im Hafen

Zahlautomat
Zahlautomat

Der technische Fortschritt in der Automatisierung der Zahlungsabläufe hat auch bei den Hafenverwaltungen Einzug gehalten.
Zum ersten Mal in unserem Seglerleben mussten wir die Hafengebühr mit der Kreditkarte an Automaten bezahlen. Dies ist zwar etwas unpersönlicher als der Kontakt mit dem Hafenpersonal, hat aber den Vorteil, dass die Automaten rund um die Uhr verfügbar sind. Die Öffnungszeiten der Hafenbüros werden ausserhalb der Saison, um Personal zu sparen, immer mehr eingeschränkt. Bei den wenigen Gästen, die um diese Jahreszeit noch die Häfen ansteuern, ist das auch verständlich.
In Dänemark gibt es Zahlautomaten, die so programmiert sind, dass eine Verzweigung auf das Internet möglich ist und das aktuelle Wetter abgefragt werden kann.
Wichtig in diesem Zusammenhang ist noch zu wissen, dass irgendwo auf der ausgedruckten Quittung ein Code für den Zugang zu den Duschen und Toiletten stehen sollte. Ohne diesen Code stände man vor verschlossenen Türen...

Leere Häfen - volle Häfen

Ven Hafen 4
Ven  
Dass man ausserhalb der Segelsaison nur leere Häfen antrifft und problemlos einen Liegeplatz für die Nacht findet, stimmt nur teilweise.
Wir lernten zu unterscheiden, einerseits zwischen den eigentlichen Gästehäfen und beliebten Ausflugszielen und andererseits den Marinas, wo Segelclubs beheimatet sind. Die ersteren waren nun wirklich fast leer, während es in den letzteren schwierig bis unmöglich war einen geeigneten Platz für unser Schiff zu finden.

Süsse Versuchung

Süssigkeiten
Süssigkeiten
In jedem grössern Supermarkt aber auch in speziellen Läden gibt es meterweise Regale mit kleinen Behältern in denen die verschiedensten Schleckerei angeboten werden. Im Offenverkauf kann man selbst aussuchen, nach was einem gelüstet: Gummibärli oder sonstige Gummitiere, gefüllte Schokoladenbonbons mit unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen, harte und weiche Bonbons, ....
Ob wir das auch ausprobiert haben - natürlich! Unsere Auswahl lösste jedoch bei uns beiden wenig Begeisterung aus. Haben wir die Wahl - dann lieber eine gewöhnliche Tafel Schokolade oder noch besser eine Tafel 'Schweizer Nöts'.
Dieses Prinzip gibt es auch für Nüsse, Apérosnacks und Birchermüeslimischungen.

Einkaufen in Dänemark

Fruechteverkauf 2
Früchteverkauf 2
Früchteverkauf

Andere Länder - andere Sitten. Während in Finnland Gemüse und Früchte literweise über die Ladentheke gehen, ziehen es viele Dänen vor, stückweise zu handeln.
Ob es die Anbieter oder die Konsumenten so wollen, wissen wir nicht. Wir fragen uns auch, wer von den beiden mehr profitiert. Appellieren die Verteiler an den Sparinstinkt des Kunden oder ist es ganz einfach umsatzfördernd? Denn wer nachrechnet, findet oft erstaunlich grosse und manchmal aber auch sehr kleine 'Mengenrabatte'.
Überhaupt fällt auf, dass in den Regalen bei viele Produkte steht 'TA 2 for 135 KR' oder 'TA 10 spar 7.70 KR'.
Wir wollten in einer Bäckerei 2 Gipfeli kaufen. Angeschrieben war 'TA 4 - 20KR'. Wie bereits erwähnt, verlangen wir von der Verkäuferin 2 Gipfeli, sie aber packe uns 4 Gipfeli ein. Nach einigen Diskussionen erhielten wir unsere 2 Gipfeli und bezahlten 14 DK!

Flaschenrückgabe

IMG_3646
Flaschenrück-
nahmeautomat
 

 

In der Schweiz ist es üblich, dass Petflaschen ohne Pfand verkauft werden und dass der Konsument sie flach zusammengedrückt an den Verkaufsstellen wieder zurückgeben kann.
In sämtlichen Skandinavischen Länder muss auf Petflaschen Pfand bezahlt werden. Das Geld erhält der Konsument zurück, wenn er die unversehrte Flasche in einen Automaten einwirft.
Paradox ist, dass dieser Automat anhand des Strichcodes auf der Flasche das Pfand berechnet und anschliessend die Flasche zerdrückt.

Meise an Bord

Bei der Überfahrt von Sejerö nach Ballen flog eine Kohlmeise auf unser Schiff. Sie zögerte nicht lange, flog ins Schiffsinnere und suchte sich im Vorschiff einen ruhigen Platz. Nach einiger Zeit begann sie das Schiff zu erkunden. Die genaue Besichtigungstour konnten wir anschliessend an ihren Kotspuren nachvollziehen!
Da wir den Vogel nicht unnötig erschrecken wollten, blieben wir im Cockpit, bis er kurz vor Ballen wieder raus kam und davon flog. Trotz mehreren Versuchen diesen Besuch fotografisch festzuhalten, gelang Vreni kein einziges Bild.