Juli 2012  

 

 

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Im Zielgebiet

Route

Getterö/Varberg - Skalla Hamn - Langedrag/Göteborg - Djupsundsholmarna/Hyppeln - Almösund/Stenungsund - Uddevalla - Knarrevike kile - Gullholmen - Karlsvik/Näverkärr - Hasselön/Smögen - Hunnebostrand - Dannemark - Musösältan - Södra Dyvik/Otterön - Sannäs - Lindö - Norra Ejgdeholmen - Nyckelbyskilen/Tjärnö - Strömstad - Halden/NO

Allgemein

120Hunnebostad 13

Hunnebostad 12

Mjoen Solklinten

Nach einem harzig verlaufenen Saisonstart und dem Besuch in der Schweiz freuten wir uns auf die Weiterreise in eines der schönsten und bekanntesten Segelreviere Skandinaviens, nach Bohuslän.
Vor der Küste nördlich von Göteborg liegen unzählige grössere und kleinere Inseln, Schären und felsige Klippen sowie ebenso viele steinige Untiefen. Viele Felsen liegen knapp über oder unter der Wasseroberfläche.
Im geschützten Innenfahrwasser zwischen diesen Inseln und dem Festland segelten wir in kurzen Tagesetappen nach Norden, besuchten viele kleine und grössere Orte und übernachteten oft in einsamen Ankerbuchten.
Am 31. Juli erreichten wir den nördlichsten Punkt unserer diesjährigen Reise: die norwegische Stadt Halden am Idefjord. Dieser Fjord erstreckt sich etwa 8 Seemeilen nach Südosten und bildet dort die Grenze zwischen Schweden und Norwegen. Als nächstes werden wir noch bis in den Scheitel dieses Fjordes segeln, dann haben wir 'rund Schweden' abgeschlossen. Die ganze Küste von Haparanda am Bottnischen Meerbusen bis Krokstrand am Idefjord haben wir im Verlauf der letzten sechs Sommer auf eigenem Kiel nun bereist.
Wanderungen in Naturschutzgebieten, auf Inseln wie auf dem Festland, sowie Velo fahren und Stadtrundgänge mit Museumsbesuchen waren unsere Hauptbeschäftigung.
Mehr als einmal warteten wir in einer Ankerbucht lesend oder spielend einen ganzen Tag auf freundlicheres Wetter.

Wind und Wetter

Dannemark 1
Das Beständige an der Wetterlage war das Veränderliche.
Ein Tief nach dem andern über dem Nordatlantik und über Skandinavien sorgte mehrheitlich für Südwestwind von zwei bis fünf Beaufort. Es regnete oft und die Temperaturen waren unter dem langjährigen Durchschnitt.
Tageshöchstwerte um 15 Grad waren die Regel.

Ausflug nach Sandefjord in Norwegen

Ausflug Sandefjord 4

Ausflug Sandefjord 2
In Strömstad legten wir einen weiteren Landtag ein, weil der Wind draussen auf See ziemlich stark blies.
Ein Plakat der Color Line brachte uns auf die Idee, einen Tagesausflug nach Sandefjord an der norwegischen Südostküste zu machen. Für nur 100 SEK (plus 50 SEK Servicegebühr, total 22 CHF) erhielten wir zwei Fahrkarten für die je zweieinhalb Stunden lange Hin- und Rückfahrt mit der Fähre.
Wir verfolgten aufmerksam die An- und Ablegemanöver sowie den Ladevorgang der Autos, Wohnmobile und Lastwagen. Es war beeindruckend, wie schnell das Schiff die vielen Fahrzeuge schluckte und wie schnell sich der grosse Parkplatz entleerte.
Vom Sonnendeck der Fähre aus konnten wir bei schönstem Wetter die nahen Inseln mit ihren Leuchttürmen einmal aus einer anderen Perspektive als vom Deck unserer Early Bird, zwei Meter über Wasser, betrachten.
In Sandefjord hatten wir Zeit für einen Spaziergang durch das Stadtzentrum, für die Besichtigung des Walmuseums und eines Walfangschiffes aus den 50-er Jahren, bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten.

1-Ausflug Sandefjord 2-Ausflug Sandefjord 3-Ausflug Sandefjord 4-Ausflug Sandefjord 5-Ausflug Sandefjord
Sandefjord
 

Ferienzeit - Hochsaison

Hunnebostad 3

Sotekanal 8
Die Umstände anfangs Saison führten dazu, dass wir mitten in der Ferienzeit in dieser schönen, beliebten und touristisch bedeutenden Region Schwedens sein würden.
Die Revierführer, die wir gelesen hatten, beschreiben und bedauern die Tatsache, dass der Verkehr nicht nur an Land, sondern auch auf dem Wasser im Verlauf der Jahre immer dichter wird. Die Häfen sind oft schon am frühen Nachmittag gut besetzt und am Abend gerammelt voll. Dann liegen vier bis fünf Yachten nebeneinander 'im Päckli'. Wenn die innen liegenden abfahren wollen, müssen die aussen liegenden den Weg frei geben, also Leinen lösen und wieder festmachen.
In den Ankerbuchten ist es ähnlich: die am besten geschützten Plätze sind schnell weg und wer später kommt, muss nehmen, was übrig bleibt. So haben wir bis jetzt gar nicht versucht, einen der begehrten Liegeplätze längs am Felsen zu ergattern. Im August werden wir dass jedoch nachholen.

Überfüllte Häfen

Gullholmen 1

Stroemstad Gaesthamn 1

 

Was sind eigentlich volle Häfen? Aus unserer Sicht klar, wenn am Steg ein Schiff neben dem anderen liegt oder wenn längsseits die Schiffe bereits im 'Päckli' liegen.
Nicht so aus der Sicht der Nordländer. Ein Hafen ist erst voll, wenn kein Schiff mehr rein geht. Längsseits wird ein Schiff am nächsten festgebunden. So machen auch ganz grosse Schiffe an ganz kleinen fest. Beim Festmachen mit Bugleine und Heckanker wird ein Schiff hinter dem nächsten parkiert!
In Strömstad wollten wir in der Marina festmachen. Eine Hafenrundfahrt zeigte - aus unserer Sicht alles voll. Etwas frustriert fuhren wir wieder aus dem Hafen und legten auf der anderen Seite an einem Steg ohne Infrastruktur fest. Der Zufall wollte, dass genau zu diesem Zeitpunkt der Hafenwart an diesem Steg war. Wir schilderten ihm unser Leid. 'Was kein Platz', war seine Antwort 'aber der Hafen ist ja noch halb leer! Es liegen nur rund 150 Schiffe in der Marina und es gibt Platz für rund 350'!
Nach einer guten Stunde Pause machten wir einen neuen Versuch und hatten Glück! Zu innerst im Hafen fanden wir aus unserer Sicht den letzten freien Platz.

Smögen

Smoegen 5

 

Smögen ist so ein Ziel, wo man einfach hingeht!
Natürlich waren auch wir dort! Unser Schiff machten wir jedoch nicht im überfüllten Hafen von Smögen sondern im nahe gelegenen Hasselön fest. Hier hatten wir problemlos Platz und mussten erst noch weniger bezahlen als in Smögen.
Wir mischten uns unter das viele Volk und flanierten zwischen Restaurants und Läden auf der einen und den Yachten am Quai auf der anderen Seite.
Auf einigen Booten sassen vor allem Junge bei Bier und Musik zusammen, wobei sie sich mit ihren Soundmaschinen gegenseitig zu übertönen versuchten. Ob das wohl die halb Nacht so weitergeht? Wir waren jedenfalls froh um unsere ruhigere Marina nebenan.
Sehenswert sind natürlich die felsigen Klippen um Smögen. Kaum zu glauben, wie nahe Ramba Zamba und stille Natur liegen kann.

1-Smoegen 2-Smoegen 3- Smoegen 4-Smoegen 5-Smoegen
Smoegen 34
Smögen  

Hafenkino

Stroemstad Redningsselskapet 1

 

In inneren Hafenbecken von Strömstad wird mit Heckanker und Bugleine festgemacht.
Auf Grund des Beckens liegen Ketten und, wie uns gesagt wurde, noch anderer Schrott!
Der Hafen leerte sich langsam, jedoch eines der Motorboote konnte - von uns aus gesehen ohne sichtlichen Grund - den Anker nicht heben. Da sämtliche Versuche damit endeten, dass das Motorboot 'bockte' und sich nicht weiter bewegen lies, wurde wieder im Hafen festgemacht. In der Dämmerung fuhr dann ein Schiff der 'Redningsselskapet' mit fünf Mann Besatzung, davon einem Taucher, vor. Ein kurzer Tauchgang und die Motoryacht war frei.
Dasselbe Schauspiel konnten wir einen Tag später im anderen Hafenbecken wieder beobachten.
Ja und einen Tag später boten wir das gleiche noch einmal. Beim Ablegen verhedderte sich unser Heckanker mit der Heckleine des Nachbarschiffs. Einziger Unterschied - Hansruedi konnte den Anker ohne fremde Hilfe mit dem Dingi einholen.

Treibgut

Dannemark Kehricht 6

Dannemark Kehricht 5

 

Bei unseren vielen Spaziergängen staunen wir immer wieder, wieviel Treibgut, Abfall und Kehricht sich so auf einer Insel ansammeln können. Einerseits wird viel Abfall angeschwemmt, aber auch beträchtlich ist die Menge, die einfach liegen gelassen wird.
So wurden z.B. 2011 von den Mitarbeitern der Kosterstiftung 16 to Abfall von den Schären und Inseln (Naturschutzgebiet Kosterinseln) eingesammelt. Nachweisbar ist, dass ein Teil dieser Mengen aus Norwegen, England und Holland angeschwemmt wird.
Unter anderem findet man: Schuhe, Plastikspielsachen, TV-Geräte, Petflaschen, Computer, Kühlschränke, Pneu, verlorene Fischfangausrüstungen, .........