Winterlager Januar 2006  

 

 

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Route Januar 2006 Hünibach – Port St-Louis-du-Rhône Hünibach - Viernheim – Düsseldorf – Hünibach - Port St-Louis-du-Rhône (mit dem Auto)
Der Teufel steckt im Detail

Hansruedi hat den neuen Schubladenstock fast fertig eingebaut. Die Schwierigkeiten bestehen nun darin, das neue Möbel in die bestehende Schiffsstruktur einzubauen. Durch die Form des Rumpfes vorgegeben, ist die Rückwand nicht senkrecht und viele Winkel nicht genau rechtwinklig. Das gleiche gilt für das Geschirrfach, in welches nach aufwendiger Präzisionsarbeit unser neues Geschirr bruchsicher verstaut werden soll.

Der verrostete Ausgleichstank, den es zu ersetzen galt, ist Teil des Druckwassersystems. Auf dem Tank sind Wasserpumpe und Druckschalter fest montiert. Die gleiche Konstruktion war nirgends zu finden, nur ein Tank, der mit einer Art starker Kabelbinder waagrecht oder an einer Wand senkrecht befestigt werden könnte. Um den neuen Tank in die bestehende Anlage einbauen zu können, liessen wir in der Schweiz eine teure, präzise Halterung aus Stahl nachbauen.

Die Evaluation eines neuen Kochherdes ergab, dass wir an die Marke, die unsere Vorbesitzer ausgewählt hatten, gebunden waren. Obschon die Masse eigentlich standardisiert sein sollten, gibt es Abweichungen bei der Aufhängung, die den Einbau einer anderen Marke verunmöglichten. Die Tatsache, dass die Gasleitungen in Frankreich einer neuen Gesetzgebung und Norm unterstehen, macht es nicht leicht, nun auch den passenden Gasschlauch zu finden. So kochen wir weiterhin auf dem Campingkocher, bis das Problem gelöst ist.

Unsere Kuchenbude (Cockpit-Verdeck) ist etwas brüchig, verschiedene Nähte sind offen und ein Reissverschluss ist kaputt. Eigentlich wollten wir ein neues Verdeck nähen lassen. Nachdem wir aber die Offerte (!!) dafür erhalten hatten, beschloss Vreni die alte wieder in Stand zu stellen und plant nun selber eine zu nähen.

In Hünibach sitz Vreni meistens hinter der Nähmaschine. So entstehen neue Kissen, Vorhänge, Fendersocken und Ablagefächer.

Vieles geht nicht so einfach, wie wir gedacht haben. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir es schaffen werden, bis April alles so umgebaut und ausgerüstet zu haben, wie wir geplant hatten.

Der Euro rollt

Es war uns klar, dass die vielen Änderungen und Neuanschaffungen im ersten Winterlager nicht billig sein würden. Wir sind aber stolz darauf, dass wir nicht nur vom Aufschwung reden, sondern echt was tun dafür.
Hier ein paar Beispiele:
• Schiffsrumpf neu bemalen
• Grosssegel prüfen, reparieren, Lattentaschen ändern
• Neues Dingi (Schlauchboot)
• Neuer Kochherd
• Holz in den verschiedensten Facetten (Sperrholz, Bootsbauholz)
• Druckausgleichstank und dessen Halterung
• Meterweise Stoff
• Und noch vieles mehr

Der Urwald Auf den beiden Türen des Kleiderschranks hatten unsere Vorbesitzer einen Urwald gemalt. Da uns dieses Bild nicht gefiel, entschieden wir uns, die Türen neu zu bemalen.
Als erstes mussten die Türen abgelaugt werden. Vreni bestrich die erste Türe mit Ablaugbeize, nach 3 Stunden wollte sie voller Enthusiasmus die Farbe abschaben. Gross war aber der Frust, als der Urwald nach dieser Behandlung immer noch in alter Frische erstrahlte. Im Do-it-Yourself in Port-St-Louis schilderten wir dann unser Problem und kehrten mit einem anderen Ablaugmittel, einem viel stärkeren, wie man uns versicherte, auf Schiff zurück. Die Türe wurde mit diesem Mittel wieder bestrichen und dann begann die mühsame Prozedur der Farbentfernung. Jedes Fleckchen Farbe musste, nachdem es bereits längere Zeit eingeweicht war, einzeln mit grosser Kraftanstrengung abgeschabt werden. Und – bevor mit dem Anstrich begonnen werden konnte – mussten die ganze Türe noch kräftig mit dem Schwingschleifer abgeschliffen werden. Das Resultat lässt sich dafür nun sehen – 2 schöne weisse Türen mit braunem Rand und eine Sehnenscheidenentzündung im linken Arm von Vreni!
Düsseldorf Jedes Jahr im Januar ist in Düsseldorf die grosse Bootsausstellung. Da wir eine lange Wunschliste hatten und verschiedene Probleme mit Fachkräften diskutieren wollten, entschieden wir uns zu einem Besuch.
Die Anreise verbanden wir mit einem Besuch bei Angelika. Bei einem gemütlichen ’Raclette à la Germany’ feierten wir ihren Geburtstag. Dass in Viernheim Schnee fallen kann wie in einem Wintersportkurort, erlebten wir dann am nächsten Morgen. Unser Auto war unter den Schneemassen kaum noch zu erkennen. Nach intensivem Schneeschippen fuhren wir dann weiter nach Düsseldorf.
Es ist schon faszinierend, was alles an der Boot ausgestellt wird. Während zwei Tagen wanderten wir durch die Hallen mit Bootsausrüstung und Zubehör. Hier fanden wir die Lösung für unsere defekte Ankerwinsch. Der neue Kochherd wurde beschafft und nach intensiven Abklärungen ging noch Hansruedis lang ersehnter Wunsch in Erfüllung – ein kleineres, handlicheres Dingi (Schlauchboot).
Erholung im Schnee Währen unseres Winterlagers arbeiten wir nicht nur. Das wunderschöne Wetter nutzten wir um unserem anderen Hobby, dem Skifahren zu frönen. Am Wirienhorn, in Grindelwald und Adelboden verbrachten wir 3 herrliche Skitage.