Winterlager März 2006  

 

 

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Route März 2006 Port St-Louis-du-Rhône - Hünibach - Port St-Louis-du-Rhône (mit dem Auto)
Allgemein

Im März verbrachten wir zwei Drittel der Zeit auf dem Schiff und nur einen Drittel in der Schweiz. Auch im Rhônedelta war der Winter lang und kalt. Deshalb verschoben wir die Arbeiten an Deck auf später und konzentrierten uns weiterhin auf diejenigen unter Deck.

Do it yourself … aber wie?

Diese Frage beschäftigt Hansruedi fast ständig. Wie reinigt man einen Wassertank, wenn zum Öffnen des Service-Deckels zuerst der Salontisch ausgebaut werden müsste? Das gleiche gilt für die Dieseltanks. Oder, wie lässt man den Dieselsumpf ab, wenn man nicht weiss, wo die Ablassschraube sitzt. Wie findet man in diesem Fall heraus, ob sich am Boden der Tanks Kondenswasser angesammelt hat? Wie reinigt man die Dieselfilter? Kann Hansruedi anschliessend die Dieselzufuhr entlüften? Wie wechselt man Keilriemen aus? Dutzende von Fragen, und noch keine Lösung.
Natürlich gibt es Firmen, die diese Dienstleistungen anbieten. Für eine Motorkontrolle und –Service 350.- Euro hinblättern wollen wir jedoch nicht. Ausserdem sind die Firmen kurz vor Saisonbeginn ausgebucht und können gewisse Arbeiten nicht vor anfangs Mai machen. Also doch do-it-yourself! Den Wassertank haben wir mit Chemie gereinigt und mit Wasser mehrmals gespült. Dieselproben haben wir mit einer speziellen Ölabsaugpumpe am Tankboden entnommen. Die Keilriemen hat ein vielseitig begabter Elektriker in nur einer Stunde gewechselt. Hansruedi hätte sicher einen halben Tag Arbeit daran gehabt.
Die Dieselfilter warten noch auf ihre Reinigung.

Putzen und neu Einrichten Während des Winters hat Vreni die Vorhänge, Kissen, Bettüberzüge und noch vieles mehr genäht. In den letzten Tagen im März wurde das Schiff nun noch einmal gründlich gereinigt und neu eingerichtet. Die neuen Farben auf dem Schiff sind verschiedene Blautöne und in der Achterkabine rot und gelb.
Das Leben in der Marina In der Nähe von Port-St-Louis-du-Rhône gäbe es viele schöne Dörfchen und Plätzchen, die einen Besuch wert wären. Waren wir auf dem Schiff, kannten wir aber nur die Arbeit. Der Wecker trieb uns aus den Federn. Nach dem Frühstück begannen wir mit Arbeiten – bis nach 18 Uhr zur Happy Hour. Abwechslung vom Arbeiten waren nur die Besuche in den Läden, sei es um Lebensmittel einzukaufen oder um etwas fürs Schiff zu suchen.
Happy Hour und Sommerzeit Nach getaner Arbeit gehen wir oft ins Lighthouse, dem Restaurant in der Marina. Dort trifft man andere Leute, die im Hafen überwintern, oder anreisen, um an ihrem Schiff zu arbeiten. Man erfährt Interessantes über die verschiedensten Projekte.
So arbeitet zum Beispiel eine Gruppe aus der Romandie mit Unterstützung der Stadt Genf an der Renovation eines traditionellen Segelschiffes, das später auf grosse Fahrt gehen wird und vielen Leuten das Segeln näher bringen soll. Andere bereiten eine Segelyacht so vor, dass später Menschen mit einer Behinderung mitsegeln können. Ein Psychologe aus Port St-Louis-du-Rhône renoviert einen unter Denkmalschutz stehenden, vor Jahrzehnten erfolgreichen Rennkatamaran. Der Auslandschweizer Hansruedi Küng ist seit Wochen damit beschäftigt, die letzten Arbeiten an seinem selbst gebauten Segelschiff abzuschliessen, um am 1. April Richtung Neuseeland in See zu stechen.
Am Sonntag, den 26. März, waren wir wie an jedem anderen Arbeitstag bis kurz vor 18 Uhr an der Arbeit, als Hansruedi Küng bei uns vorbeikam und fragte, ob wir denn nicht zur Happy Hour kämen. Klar wollten wir, aber ausnahmsweise ein Bisschen später, nur noch die Arbeit zu Ende bringen. Worauf Hansruedi uns lachend darauf aufmerksam machte, dass wir uns besser beeilten, denn es war auf Sommerzeit umgestellt worden und die Happy Hour dauerte nur noch wenige Minuten. Sofort liessen wir die Arbeit stehen, um noch vor 19 Uhr den Apéritiv bestellen zu können.
Sulzschnee- Wochenende in
Wengen
Auch im März gönnten wir uns eine Pause von den Arbeiten am Schiff. Wir nahmen am traditionellen Sulzschneewochenende des Skiclubs Swissair in Wengen teil. Drei Tage intensives Skifahren bei strahlendem Sonnenschein und besten Schneeverhältnissen und eine angenehme, unterhaltsame Zeit im Kreis der Freunde/-innen und Kollegen/-innen vom Skiclub waren wie Ferien von der Dauerbeschäftigung Winterlager.