Winterlager November 2005  

 

 

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Route November 2005 Hünibach – Port Napoléon (Port St-Louis-du-Rhône) – Hünibach (mit Zug und Auto)
Allgemeines Seit dem 8. November sind wir nun in der Schweiz. Eigentlich wollten wir ja diesen Monat mindestens 2 Wochen auf dem Schiff arbeiten. Da uns die Werft aber für die Neubemalung des Rumpfes, sofern sie mit den Arbeiten sofort starten können, ein gutes Angebot machte, fuhren wir früher als geplant wieder in die Schweiz zurück.
Nun leben wir – wenn wir nicht gerade auf Besuch sind - bei Vrenis Eltern. Hier haben wir die Gelegenheit zu Schreinern und zu Nähen.
Das Leben auf dem Schiff Hinter einem grossen Hangar am Ende des Geländes steht unser Schiff auf seinen beiden Kielen. Um an Bord zu gelangen, klettern wir die Leiter hoch. Wasser und Strom haben wir an Bord. Damit wir das fliessende Wasser an Bord auch nutzen können, konstruierte Hansruedi als erstes eine Abwasserleitung zum nächsten Senkloch. WC und Duschen sind beim Restaurant der Marina – ca. 500 m weit weg, mit dem Velo aber problemlos erreichbar.
Frühstück gibt es meisten kurz nach 8 Uhr – wenn der Bäcker die frischen Baguettes bringt. Anschliessend wird bis zur Dämmerung gearbeitet. Abends kochen wir uns ein einfaches Essen, oft spielen wir noch (z.B. Yatzy, 4-gewinnt) oder lesen. Da wir im November noch keine effiziente Heizung hatten, verkrochen wir uns relativ früh unter die warme Decke. 12 Grad an Bord sind eben nicht sehr warm!
Die Liste ist lang Es gibt eine Menge zu tun im Winterlager. Die Liste der auszuführenden Arbeiten, und der zu ersetzenden oder neu zu beschaffenden Artikel ist schier endlos. Wir müssen Prioritäten setzen und unterscheiden zwischen 'need to have' und 'nice to have'.
Hier nur die wichtigsten Punkte:
Priorität haben: Rumpf malen, Korrosion und Farbschäden auf Deck behandeln, Salonfenster neu abdichten, Schubladen und Schränke in der Bordküche unseren Bedürfnissen anpassen, Kochherd reparieren, Kühlschrank-Bemalung ablaugen und neu malen (es tut uns leid, Heidi, das Aquarium gefiel uns nicht), neue Kissen und Vorhänge schneidern, Fusspumpe in der Dusche ersetzen, WC-Brille und Deckel beschaffen, Licht in der Vorpiek reparieren, Autoradio ersetzen
Motorenunterhalt: Diesel- und Luftfilter reinigen, Kühlmittel ersetzen, Wasserschläuche und Keilriemen prüfen und wenn nötig ersetzen
an Deck: Bedienung des Grosssegel-Travellers und des Reffsystem optimieren, hydraulische Ankerwinsch reparieren
Auf nächstes Jahr verschoben werden: Kommunikations- und Navigationssysteme ersetzen, neues Beiboot beschaffen, Segelgarderobe erneuern
Immer nur Eintopf Um gewisse Arbeiten durchführen zu können, mussten wir unser Geschirr ausräumen und in Kisten zwischenlagern. Eine Pfanne, zwei Teller und zwei Tassen mussten ausreichen. Entsprechend einfach war auch unser Menüplan an Bord. So gab es nur noch Eintöpfe: Lauch mit Kartoffeln, Reis mit Stangensellerie, Blumenkohlgratin mit Hörnli und Zwiebeln, Fenchel mit Kartoffeln sowie Randen mit Kartoffeln und Zwiebeln. Mit Ausnahme des Randen-Kartoffeln Eintopfes war alles gut. Auf weitere Experimente mit gekochten Randen kann Hansruedi jedoch gerne verzichten.
Aquarium abgelaugt

Vreni kümmerte sich um das Entfernen der Kühlschrankbemalung. Zuerst mit Abziehklingen, nachher auch mit Abbeizer entfernte sie in mühsamer Handarbeit die Bemalung des Kühlschranks. Später wird die ganze Fläche weiss bemalt. Schon jetzt wirkt der Durchgang zur Achterkabine heller und dadurch breiter.

Küchenschrank ausgebaut und vorbereitet für Umbau Um einen neuen Schubladenstock mit 4 Schubladen in die Pantry einbauen zu können, musste Hansruedi erst mal die bestehenden Schubladen und Tablare ausbauen und den zu Verfügung stehenden Raum ausmessen. Somit waren die Dimensionen gegeben. Nachher galt es, die Schubladen samt passendem Kasten zu zeichnen und zu berechnen und das entsprechende Material, Sperrholz, Schrauben, Leim und Lack zu besorgen. Das Resultat wird sich sehen lassen dürfen.