Saisonrückblick 2006  

 

 

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Statistisches

In 6 Monaten legten wir knapp 3500 Meilen zurück, davon etwas weniger als 1700 Meilen unter Segel und gut 1800 Meilen unter Motor. Der Motor lief während rund 400 Stunden und verbrauchte etwa 1500 lt. Diesel, das ergibt einen Verbrauch von knapp 4 lt/Std.

Pannen und technische Probleme hatte wir in der ganzen Zeit nur zwei: der Beinahebrand im Motorraum und die leckende Antriebswellendichtung.

Wir blieben von Unfällen und Krankheiten verschont.Dafür sind wir dankbar.

 

 

 

 

   

Wind und Wetter

Die vorherrschenden Winde bliesen meist so wie in den Törnführern beschrieben. An der portugiesischen Atlantikküste bestätigte sich der Nordwestwind, an der spanischen Nordküste der Nordostwind und an Frankreichs Atlantikküste wieder der Nordwestwind.
Die Winde waren meistens schwach bis frisch, Stürme erlebten wir keine.

Allerdings blieben wir in Rosas, Gibraltar, Cariño, Brighton und Calais jeweils einen oder zwei Tage länger im Hafen als vorgesehen, um günstigere Bedingungen abzuwarten.

Die klimatischen Unterschiede rund um die Iberische Halbinsel waren frappant. Kaum hatten wir Cabo Sao Vicente gerundet, empfing uns die kühle Luft des Atlantiks. Starke Bewölkung, Gewitter und Regen wechselten ab mit einigen warmen Tagen. Feucht und recht frisch war es an der kantabrischen und an der baskischen Küste. Dort erlebten wir einige für uns doch recht ungewohnte Nebeltage mitten im Sommermonat Juli.

   

Berühmte und gefürchtete Kaps

Alle berühmt-berüchtigten Kaps auf unserer Route rundeten wir bei guten, ruhigen Bedingen. Wir sagen hier absichtlichen nicht bei idealen oder bei besten Verhältnissen, denn das Tüpfchen auf dem I wäre gewesen, wenn wir statt Flaute jeweils den richtigen Wind aus der richtigen Richtung gehabt hätten.

   

Ankern

Dieses Jahr ankerten wir viel weniger als im Vorjahr. Über weite Strecken gab es auf unserer Route keine geschützten Ankerbuchten. Dies gilt vor allem für Spaniens Südküste und Portugals Atlantikküste.

Zwei Ankerplätze bleiben in bester Erinnerung: die wunderschöne, gut geschützte Bucht von Cedeira, nördlich von La Coruña, und der ebenso schöne Ankerplatz bei Concarneau in der Südbretagne.

   

Nie gebadet

Dieses Jahr haben wir nicht ein einziges Mal im Meer gebadet. In den Monaten April und Mai war für uns das Mittelmeer zu kalt zum Baden und später waren die Lufttemperaturen zu niedrig.

Bei Santander staunten wir nicht schlecht ob den vielen Feriengäste, die sich im kalten Wasser der Biskaya tummelten, während wir windgeschützt angezogen der Strandpromenade entlang flanierten.

Dazu machte das Wasser vielerorts keinen sauberen Eindruck.
Wir waren erstaunt, dass wir sogar bei Wassertiefen von nur zwei bis drei Metern nicht bis auf den Grund sahen. Verschmutzung ist sicher nicht der einzige Grund dafür, aber es reizte uns trotzdem nicht zu schwimmen. Mit etwas Wehmut dachten wir an die schönen Ankerbuchten in der Türkei und in Griechenland zurück.

   

Törnplan

Den Törnplan konnten wir einhalten, das Ziel haben wir erreicht.

Wir haben viel Schönes erlebt und gesehen: interessante Städte und schöne Gegenden mit intakter Natur. Allerdings auch weniger schönes: zum Beispiel die rauchenden und stinkenden Kamine der Industrieanlagen westlich von Oostende.

   

Winterlager

In unserer zweiten Saison haben wir unser Schiff noch besser kennen gelernt.

Nun wissen wir, was es zu reparieren, zu verbessern und zu erneuern gilt. Die Liste ist länger als letztes Jahr, nicht zuletzt auch weil wir letztes Jahr nicht alles erledigen konnten.

   

Ausblick

2007 fahren wir erst los, wenn alle Arbeiten am Schiff ausgeführt sind.

Wir denken, dass wir im Juni entweder Richtung Schottland oder Dänemark und Schweden aufbrechen könnten.

Einen Törnplan, so wie wir ihn für dieses Jahr gemacht haben, werden wir nicht erstellen. Wir wollen weniger Zeitdruck haben. Dort wo es uns gefällt wollen wir länger bleiben und erst weiterziehen, wann es uns passt.